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Implantologie

Ersatz fehlender Zähne durch Zahnimplantate – mit individueller Planung, Röntgendiagnostik und langfristiger Nachsorge.

Behandlungsraum der Praxis in Quinta da Lomba

Was ist das?

Ein Zahnimplantat ist eine kleine Schraube, meist aus Titan, die in den Ober- oder Unterkieferknochen eingesetzt wird, um die Wurzel eines verlorenen Zahns zu ersetzen. In den folgenden Wochen verwächst der Knochen mit der Oberfläche des Implantats – ein Vorgang, der Osseointegration heißt.

Nach der Einheilung trägt das Implantat eine Krone, eine Brücke oder eine festsitzende bzw. herausnehmbare Prothese.

Wann kann es sinnvoll sein?

  • Fehlen eines Zahns, mehrerer Zähne oder aller Zähne eines Kiefers.
  • Beschwerden oder mangelnder Halt einer herausnehmbaren Prothese.
  • Wenn das Beschleifen gesunder Nachbarzähne vermieden werden soll, das eine herkömmliche Brücke erfordert.

Ob Implantate infrage kommen, hängt von Menge und Qualität des Knochens, dem Zustand des Zahnfleischs und der allgemeinen Gesundheit ab. Deshalb gehen immer eine klinische Untersuchung und Röntgenaufnahmen voraus, gegebenenfalls auch eine digitale Volumentomographie (DVT).

Ablauf

  1. Untersuchungstermin: Anamnese, Untersuchung, Röntgenaufnahmen und Erläuterung der Möglichkeiten, einschließlich Alternativen zu Implantaten.
  2. Planung: Anzahl und Position der Implantate sowie Art der Versorgung. In manchen Fällen ist vor oder während des Eingriffs ein Knochenaufbau nötig.
  3. Implantation: Eingriff unter örtlicher Betäubung.
  4. Einheilphase: in der Regel einige Monate. Eine provisorische Versorgung ist möglich.
  5. Endgültige Versorgung: Eingliedern von Krone, Brücke oder Prothese, danach regelmäßige Kontroll- und Prophylaxetermine.

Mögliche Vorteile

  • Wiederherstellung von Kaufunktion und Ästhetik.
  • Festsitzende Lösung oder stabilerer herausnehmbarer Zahnersatz.
  • Nachbarzähne müssen nicht beschliffen werden.

Grenzen und Hinweise

  • Nicht jeder ist geeignet; manche Erkrankungen und Medikamente erfordern eine vorherige Abklärung.
  • Rauchen und schlecht eingestellter Diabetes erhöhen das Komplikationsrisiko.
  • Das Gewebe um das Implantat kann sich entzünden (Periimplantitis), wenn Mundhygiene und Kontrollen vernachlässigt werden.
  • Wie jeder chirurgische Eingriff birgt sie Risiken, die beim Termin erklärt werden.

Häufige Fragen

Tut die Behandlung weh?

Das Implantat wird unter örtlicher Betäubung gesetzt. Beschwerden in den Tagen danach lassen sich meist mit den vom Zahnarzt verordneten Medikamenten gut kontrollieren.

Wie lange dauert es?

Das hängt vom Fall und davon ab, ob ein Knochenaufbau nötig ist. Die voraussichtliche Dauer steht im Behandlungsplan.

Was kostet es?

Den Kostenvoranschlag erhalten Sie nach dem Untersuchungstermin, da er von der Anzahl der Implantate und der Art der Versorgung abhängt.

Mir wurde gesagt, ich hätte nicht genug Knochen für Implantate. Gibt es trotzdem eine Lösung?

Knochenmangel bedeutet nicht zwangsläufig, dass es keine Lösung gibt. Es gibt verschiedene Strategien zur Behandlung von Knochenschwund – von Regenerationstechniken und Knochentransplantaten bis zu alternativen Verankerungslösungen. Die Wahl hängt von Anatomie, Gesundheitszustand, Zielen, chirurgischer Komplexität und dem Nutzen-Risiko-Verhältnis jeder Alternative ab. Eine Zweitmeinung kann helfen, die Möglichkeiten in Ihrem Fall zu verstehen.

Was umfasst die implantologische Beratung?

Sie kann Anamnese und Besprechung Ihrer Erwartungen, die klinische Untersuchung, eine zahnärztliche und parodontale Befundung, Röntgendiagnostik (bei Bedarf mit DVT/CBCT), die dreidimensionale Beurteilung des Knochenangebots, die Besprechung der verschiedenen Möglichkeiten und einen individuellen Behandlungsplan umfassen.

Was ist eine All-on-X-Versorgung?

Dabei wird ein ganzer Kiefer mit einer festsitzenden Prothese versorgt, die auf einer strategisch geplanten Anzahl von Implantaten ruht. Sie kann bei ausgedehntem Zahnverlust oder Zahnlosigkeit infrage kommen – nach klinischer und radiologischer Untersuchung.

Was ist ein Sinuslift?

Ein Eingriff, der das Knochenangebot im hinteren Oberkiefer vergrößert, damit in ausgewählten Fällen Implantate gesetzt werden können.

Was sind Pterygoid- und Zygoma-Implantate?

Es sind alternative Verankerungsmöglichkeiten für bestimmte Fälle eines atrophierten Oberkiefers: Pterygoid-Implantate stützen sich im hinteren Oberkieferbereich ab, Zygoma-Implantate werden im Jochbein verankert. Sie kommen erst nach sorgfältiger Diagnose und Planung infrage, wenn herkömmliche Lösungen nicht geeignet sind. Nicht jeder Patient braucht die komplexesten Techniken: Wir suchen die vorhersagbarste Lösung mit nur so viel Aufwand wie nötig.

Wozu dient die digitale Planung?

In komplexen Fällen lassen sich mit der dreidimensionalen Planung wichtige anatomische Strukturen, das Knochenangebot und mögliche Implantatachsen vor dem Eingriff beurteilen. Das hilft, die chirurgische und prothetische Strategie festzulegen.

Ist die Behandlung mit dem Eingriff abgeschlossen?

Nein. Das Ergebnis einer Implantatversorgung hängt davon ab, Chirurgie, Prothetik, Funktion, Ästhetik, Hygiene und Nachsorge zu vereinen. Deshalb beginnt die Planung beim angestrebten prothetischen Ergebnis und umfasst regelmäßige Kontroll- und Prophylaxetermine.

Ergebnisse und Behandlungsdauer sind von Person zu Person verschieden. Eine Empfehlung erfolgt immer erst nach einem Untersuchungstermin.

Informativer Inhalt, ersetzt keinen Arztbesuch. Geprüft von Diogo Costa, Zahnarzt (OMD-Nr. 16517) am 15/10/2026.

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