Was ist das?
Die Parodontologie befasst sich mit Erkrankungen des Zahnhalteapparats: Zahnfleisch, Wurzelhaut und Knochen.
Gingivitis ist eine durch Zahnbelag verursachte Entzündung des Zahnfleischs und ist umkehrbar. Unbehandelt kann sie zu Parodontitis fortschreiten, einer chronischen Erkrankung, die den Stützknochen nach und nach abbaut und zu Zahnverlust führen kann.
Warnzeichen
- Zahnfleischbluten beim Zähneputzen oder bei der Verwendung von Zahnseide.
- Gerötetes, geschwollenes oder zurückgehendes Zahnfleisch.
- Anhaltender Mundgeruch.
- Lockere Zähne oder Zähne, die ihre Position verändert haben.
Rauchen, Diabetes, manche Medikamente, Stress und genetische Veranlagung erhöhen das Risiko. Parodontitis steht zudem in Zusammenhang mit Allgemeinerkrankungen wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Ablauf
- Diagnose: Messung der Zahnfleischtaschentiefe (parodontale Sondierung) und Röntgenaufnahmen.
- Individuell angepasste Anleitung zur Mundhygiene.
- Nichtchirurgische Behandlung: Entfernung von Zahnstein und Belägen ober- und unterhalb des Zahnfleischs (Scaling und Wurzelglättung), bei Bedarf unter örtlicher Betäubung.
- Nachkontrolle nach einigen Wochen; in manchen Fällen ist ein parodontalchirurgischer Eingriff angezeigt.
- Regelmäßige Nachsorge in Abständen, die sich nach dem individuellen Risiko richten.
Mögliche Vorteile
- Ziel ist es, die Entzündung zu kontrollieren und das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten.
- Kann Zahnfleischbluten und Mundgeruch verringern.
- Kann helfen, die Zähne langfristig zu erhalten, vor allem bei regelmäßiger Nachsorge.
Grenzen und Hinweise
- Verlorener Knochen wird nicht vollständig wiederhergestellt.
- Parodontitis ist eine chronische Erkrankung und erfordert lebenslang regelmäßige Nachsorge.
- Nach der Behandlung kann das Zahnfleisch zurückgehen und Empfindlichkeit auftreten.
- Der Erfolg hängt stark von der täglichen Mundhygiene und dem Rauchstopp ab.
Häufige Fragen
Ist Zahnfleischbluten normal?
Nein. Blutendes Zahnfleisch ist ein Zeichen einer Entzündung und sollte untersucht werden.
Ist Parodontitis heilbar?
Sie lässt sich mit Behandlung und regelmäßiger Nachsorge kontrollieren und stabilisieren, erfordert aber eine dauerhafte Betreuung.
Ergebnisse und Behandlungsdauer sind von Person zu Person verschieden. Eine Empfehlung erfolgt immer erst nach einem Untersuchungstermin.
