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Mukogingivale Chirurgie

Behandlung von Zahnfleischrückgang (freiliegenden Zahnhälsen) und Verstärkung des Zahnfleischs um Zähne und Implantate, etwa mit Bindegewebstransplantaten.

Was ist das?

Die mukogingivale Chirurgie, auch parodontale plastische Chirurgie genannt, korrigiert Veränderungen des Zahnfleischs um Zähne und Implantate.

Am häufigsten ist der Zahnfleischrückgang: Das Zahnfleisch zieht sich zurück und legt die Zahnwurzel frei. Das kann Empfindlichkeit, ästhetische Bedenken und ein höheres Risiko für Wurzelkaries verursachen.

Wann kann sie sinnvoll sein?

  • Zahnfleischrückgang mit Empfindlichkeit, ästhetischen Bedenken oder fortschreitendem Verlauf.
  • Sehr dünnes Zahnfleisch oder wenig festes (keratinisiertes) Zahnfleisch um einen Zahn oder ein Implantat.
  • Vorbereitung des Zahnfleischs vor einer kieferorthopädischen Behandlung oder Restaurationen, wenn ein Rückgangsrisiko besteht.
  • Zahnfleischdefekte in sichtbaren Bereichen des Lächelns.

Zahnfleischrückgang kann mit zu kräftigem Putzen, dünnem Zahnfleisch, der Zahnstellung, Entzündungen oder Rauchen zusammenhängen. Diese Ursachen zu beheben, gehört zur Behandlung.

Ablauf

  1. Parodontale Untersuchung: Messung des Rückgangs, des Knochenniveaus zwischen den Zähnen und der Zahnfleischdicke.
  2. Behebung der Ursachen: richtige Putztechnik und Behandlung einer eventuellen Entzündung.
  3. Eingriff unter örtlicher Betäubung. Die am häufigsten angewandte Technik kombiniert die Verschiebung des Zahnfleischs mit einem Bindegewebstransplantat, das meist vom Gaumen entnommen wird. In manchen Fällen können Ersatzmaterialien verwendet werden.
  4. Heilung: schriftliche Hinweise zu Ernährung, Mundhygiene und Medikamenten; der behandelte Bereich wird einige Wochen lang nicht geputzt.
  5. Kontrolle und Fädenziehen, danach Nachsorgetermine.

Mögliche Vorteile

  • Deckt freiliegende Zahnhälse ganz oder teilweise ab.
  • Kann die Empfindlichkeit verringern und die Ästhetik des Lächelns verbessern.
  • Verdickt das Zahnfleisch, das dadurch widerstandsfähiger gegen erneuten Rückgang wird.

Grenzen und Hinweise

  • Wie weit die Wurzel abgedeckt werden kann, hängt vor allem von Knochen und Zahnfleisch zwischen den Zähnen ab: Eine vollständige Abdeckung ist nicht immer möglich.
  • Wird ein Transplantat vom Gaumen entnommen, ist diese Stelle einige Tage lang schmerzhaft.
  • Schwellungen, leichte Blutungen und Beschwerden in den Tagen danach sind üblich.
  • Rauchen und zu kräftiges Putzen verringern den Erfolg; ohne Behebung der Ursachen kann der Rückgang wiederkehren.

Häufige Fragen

Wächst das Zahnfleisch von selbst nach?

Nein. Zahnfleischrückgang bildet sich nicht von selbst zurück. Er lässt sich mit der richtigen Pflege stabilisieren und, wenn angezeigt, chirurgisch behandeln.

Woher stammt das Transplantat?

Meist vom eigenen Gaumen des Patienten. In manchen Fällen sind Ersatzmaterialien möglich; das wird beim Termin besprochen.

Tut der Eingriff weh?

Er erfolgt unter örtlicher Betäubung. Beschwerden in den Tagen danach lassen sich meist mit den vom Zahnarzt verordneten Medikamenten gut kontrollieren.

Wie lange dauert die Heilung?

In der Regel ein bis zwei Wochen für die erste Nachsorge; das Zahnfleisch reift noch einige Monate weiter.

Ergebnisse und Behandlungsdauer sind von Person zu Person verschieden. Eine Empfehlung erfolgt immer erst nach einem Untersuchungstermin.

Informativer Inhalt, ersetzt keinen Arztbesuch. Geprüft von Diogo Costa, Zahnarzt (OMD-Nr. 16517) am 26/10/2026.

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